LevelUp-Preview: Destiny 2

Die Beta zu Destiny 2 hat mir erste Eindrücke verschafft, ob Teil 2 für Langzeitmotivation sorgen kann, wie Destiny 1 am Ende in seiner vollkommenen Form, oder ob es nur zu einem kurzen Ausflug in den Orbit reicht, so wie Destiny 1 in seiner Release-Form.

An dieser Stelle muss ich euch erstmal erzählen, wie ich zu Destiny 1 stand und stehe. Ich habe Teil 1 zu Release gespielt und ich hatte viel Spaß damit. Aber auf Dauer hat mich das Spiel gelangweilt. Die Story war eher mau und im Endgame gab es nicht viel zu tun. Dazu gab es das Problem mit dem Lichtlevel, welches an die Ausrüstung gekoppelt war. Nur blöd, dass ich keine Ausrüstung mit gutem Lichtlevel gefunden habe. Ich habe stundenlang im PvP verbracht und anderen dabei zugesehen, wie sie tolle Belohnungen abgestaubt haben. Und ich? Ich habe nichts bekommen, und Mist. Viel Mist! Deshalb habe ich mit dem Spiel aufgehört. Aber dann kam vor wenigen Monaten ein Kumpel von mir auf die Idee, mir die Complete Collection aufzuschwatzen. Und was soll ich sagen? Die DLC haben dem Spiel gut getan. Es gab mehr zu tun, die neuen Story-Missionen hatten eine bessere Erzählweise und das Level-System wurde komplett überarbeitet. Also habe ich wieder unzähige Stunden in das Spiel investiert und war gespannt, wie sich Destiny 2 in der Beta schlägt.

Und meinen ersten Eindrücken nach zu urteilen schlägt sich das Spiel verdammt gut. Die Beta startet mit der ersten Story-Mission. Diese liefert gleich ordentlich ab, denn der aus Teil 1 bekannte Turm steht in Flammen. Diese erste Mission hat gefühlt mehr Storysequenzen als Teil 1 insgesamt und das ist auf jeden Fall eine gute Sache. Durch die verbesserte Technik und nette Partikeleffekte macht Destiny 2 auch optisch eine gute Figur. Der Einstieg macht Lust auf mehr und ein Bösewicht wird etabliert. Also wird es interessant zu sehen sein, ob die Story das hohe Niveau in den weiteren Missionen wird halten können. Ich hoffe es sehr, denn so werden die wöchentlichen Story-Playlists viel spannender.

Weiterentwiclung der Abwechslung

Als nächstes habe ich mich in den verfügbaren Strike “Die verdrehte Säule” gestürzt. Und der Strike bringt genau die gleiche Stärke ins Spiel wie die Story-Mission. In Destiny 1 liefen die Strikes immer gleich ab. Durch Level ballern und fertig. Das hat Spaß gemacht, aber besonders abwechslungsreich war es nicht. In Destiny 2 läuft der Strike nicht komplett anders ab. Aber das Ganze ist ansprechender verpackt. So kommt man zu einer Stelle, an der man riesigen Grabgeräten (ich weiß nicht, wie ich sie sonst nennen soll) ausweichen muss, um nicht getötet zu werden. Hoffentlich bieten die anderen Strikes auch solche Momente, da sie Abwechslung und Spannung in den Shooter-Alltag bringen. Auch der Boss in dem Strike wird zu einem spannenden Kampf, da der Kampf auf mehreren Ebenen stattfindet und der Boss einiges aushält und auch austeilen kann.

Daneben bietet die Beta leider nur noch den PvP-Modus. Hier hat es mir vor allem der Countdown-Spielmodus angetan. Dieser Modus erinnert sehr an Suchen und Zerstören aus Call of Duty. Alle Spieler haben nur ein Leben pro Runde. Man kann gefallene Kameraden zwar wiederbeleben, aber von selbst spawnen sie nicht mehr. Ziel ist es, dass gegnerische Team komplett auszuschalten oder alternativ eine Bombe zu zünden. Hierfür gibt es pro Map zwei Punkte, die man entweder aktivieren bzw. verteidigen muss. Dieser Modus erfordert Taktik und Teamplay und wird deshalb mein Favorit werden in der Vollversion werden. Als zweiten Modus kann man Control spielen, also Herschaft. Dieser Modus spielt sich ähnlich wie in Destiny 1. Durch den Fokus auf 4-gegen-4 und die kleineren Maps ist man aber schneller in der Action.

Fraglich bleibt natürlich, ob Destiny 2 von Anfang an genug Content und Abwechslung bieten wird. Die Beta-Missionen machen einen guten Eindruck, aber trotzdem muss man abwarten. Teil 1 hat in diese Richtung Zweifel gestreut. Das Spiel darf nicht erst mit den Erweiterungen genug Content im Endgame bieten. Auch am Balancing muss noch gefeilt werden. Die Maschinengewehre wirken etwas zu genau und zu stark, aber das Balancing ist sicher noch nicht final. Aber das Grundgerüst verspricht viel Spaß, weshalb ich mich auf den 06. September freue. Ich habe mir die Deluxe Version vorbestellt und werde viel Zeit in das Spiel investieren. Ein Review werdet ihr dann selbstverständlich auch bei uns lesen können.

 

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